Wir erforschen die Bedürfnisse von aktuellen sowie zukünftigen
Waldbesitzenden und widmen uns der (Weiter)Entwicklung von
Kooperationsformen, um die Handlungsfähigkeit von
Waldbesitzenden zu stärken.
Die Waldstrategie-Maßnahme DIANA (Im Dialog zu neuen Angeboten für Waldbesitzende) besteht aus insgesamt drei Teilprojekten und verfolgt das Ziel, die Handlungsfähigkeit von aktuellen & zukünftigen Waldbesitzenden zu stärken, um so eine nachhaltige Privatwaldbewirtschaftung sicherstellen zu können.
Hierfür werden zum einen die Motive, Bedürfnisse und Einstellungen aktueller und zukünftiger Waldbesitzender erforscht. Insbesondere stehen hierbei jene Waldbesitzende im Fokus, die von der bestehenden Privatwaldpolitik und forstlichen Kooperationsmodellen noch nicht erreicht wurden.
Zum anderen werden Kooperationsmodelle (weiter)entwickelt und pilothaft in Modellregionen umgesetzt. Im Fokus steht hierbei die (1) die gemeinschaftswaldähnliche Bewirtschaftung von Klein(st)privatwald und (2) ein sektorübergreifendes Kooperationsmodell, das die Bewirtschaftung von Wald mit anderen Landschaftsformen zusammendenkt.
Das Projekt wird als Maßnahme der Waldstrategie 2050 vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unterstützt.

Gemeinsam mit Waldbesitzenden erarbeiten wir Empfehlungen für Akteure der Privatwaldpolitik sowie forstlicher Kooperationen. Wir erproben neue Formen der Zusammenarbeit, um den vielfältigen Bedürfnissen von Waldbesitzenden langfristig gerecht zu werden.
Knapp 35 % der bewaldeten Fläche Baden-Württembergs sind in privater Hand – das sind 489.303 ha, die circa 260.000 Waldbesitzenden gehören (Bundeswaldinventur 2014 und 2022). Ein nachhaltiges Management der privaten Waldfläche ist von zunehmendem, gesamtgesellschaftlichem Interesse und aufgrund des Anpassungsdrucks durch Klimarisiken von großer Relevanz.
Gleichzeitig ist Waldbesitz zunehmend über gesellschaftliche Gruppen gestreut, was zu einer Diversität an Interessen, Bewirtschaftungsintensitäten und Eigentümerzielen führt. Dies ist grundsätzlich positiv zu bewerten. Aktuell ist jedoch nur ein kleiner Teil der Waldbesitzenden in bestehende forstliche Verbünde sowie forstliche Kooperationsmodelle eingebunden.
Daraus ergibt sich für uns die Aufgabe, die zunehmend diversere Gruppe der Waldbesitzenden zunächst zu verstehen und dann Empfehlungen an die Forstpolitik sowie Kooperationsmodelle zu formulieren, die darauf abzielen, die Handlungsfähigkeit von Waldbesitzenden zu stärken.

Die Berücksichtigung der diversen Motive und Bedürfnisse der Waldbesitzenden sowie deren Einbindung in zukunftsfähige Kooperationsmodelle trägt zu einem nachhaltigen Privatwaldmanagement bei.

Das Team der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg initiiert eine kooperative Organisation, die die Modelle regionalen Managements von Wald und Kulturlandschaft durch Wald- und Nicht-Waldbesitzende entwickelt, und so kleinparzellierten Wald langfristig einbindet. Erfahren Sie hier mehr über das Teilprojekt.

Das Team der unique land use GmbH entwickelt Modelle gemeinschaftlicher Bewirtschaftung unter Beibehalt des Realeigentums im Klein(st)privatwald und setzt diese gemeinsam mit interessierten Waldbesitzenden in vier Landkreisen Baden-Württembergs pilothaft um. Erfahren Sie hier mehr über das Teilprojekt.

Die Professur für Forst- und Umweltpolitik der Universität Freiburg erforscht im Rahmen einer Umfrage zum Thema Waldbesitz und darauf aufbauenden Szenarioworkshops die Motive, Bedürfnisse und Entscheidungsprozesse von aktuellen und zukünftigen Waldbesitzenden. Zudem wird die Weitergabe von waldbezogenem Wissen zwischen den Generationen erforscht. Erfahren Sie hier mehr zu diesem Teilprojekt.

Unser Ziel der verbesserten Kooperation zwischen Waldbesitzenden und weiteren Zielgruppen der Kleinprivatwaldpolitik spiegelt sich in unserem Projektteam wieder: Wir sind ein interdisziplinäres, vielseitig aufgestelltes Team, das sowohl regional als auch überregional vernetzt ist.
Besuchen Sie gerne die Seiten zu unseren Teilprojekten, um mehr zu den jeweiligen Teams und Ansprechpersonen zu erfahren.